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MeditationPfingsten - was ist das eigentlich?Wer über eine klassische Bildung verfügt und sich noch daran erinnert, der wird an die griechische Zahl 50 erinnert - und dies mit Recht. Denn Pfingsten ist zunächst nichts anderes als ein Datum im Kalender. Pentekoste - 50 Tage steckt in dem Wort. Gemeint ist der 50. Tag nach Ostern. Die christlichen Kirchen der Welt feiern da ihren Geburtstag. Warum? Die Geschichte der Bibel in Apostelgeschichte 2 gibt darüber Auskunft. Nach der Auferstehung Jesu zu Ostern gab Jesus Seinen Jüngern die Anordnung, sie sollten warten. Warten worauf? Es wäre doch nicht schlecht gewesen, mit Jesus, dem Auferstandenen, weiter zu machen. Der erste vom Tod wirklich ins Leben zurückgekehrte Mensch wäre doch eine noch größere Anziehung für jedermann geworden. Schon vor Seinem Tod strömten doch die Menschen zu IHM. So kam es nicht. Jesus hatte zuvor mitgeteilt, ER würde nach der besonderen Zeit, wo ER sich als Auferstandener den Aposteln zeigte, zum Vater im Himmel gehen. Von dort würde ER in anderer Weise in die Herzen Seiner Gläubigen zurückkehren. ER würde den Heiligen Geist vom Vater aussenden. Durch den Heiligen Geist wäre ER, Jesus, dann in jedem Gläubigen präsent. Pfingsten - was war geschehen? Der Heilige Geist macht den auferstandenen Jesus in jedem einzelnen lebendig. So bekannten es die Jünger und so erlebten sie es Pfingsten. Die Begleiterscheinungen waren heftig. Die Bibel berichtet ausführlich davon. Kein Wunder, wenn Auferstehungsleben in normales Leben einfließt, dann funkt es heftig. Die einen hielten das, was sie bei den Jüngern sahen, für Volltrunkenheit, die anderen waren überrascht von der Klarheit und Vollmacht dieser doch sonst so recht normalen Menschen. Begleitet von dem Wunder, viele Sprachen zu beherrschen, kam der Heilige Geist in Fülle zum ersten Mal auf Jesu Jünger. Das Sprachenwunder war ein Zeichen für die Einheit dieser Welt, die Gott unter den Völkern will. Die babylonische Verwirrung aller Völker sollte ein Ende haben. Das Feuer, was auf sie fiel, war stets Begleiter göttlicher Offenbarung. Schon Mose sah es einst im Dornbusch, ohne dass es äußerlich verzehrte. Die Friedenstaube als Gestalt des Heiligen Geistes erinnert schon an Gottes letztes Ziel für diese Erde: Sein Friedensreich. Das waren die Begleiterscheinungen der Ankunft von Gottes Geist im Leben Seiner Jünger.
Seit jener Zeit feiert die Kirche an Pfingsten Geburtstag. Der auferstandene Jesus hat angeboten, in jedem Gläubigen zu wohnen. Die Fülle Seiner Gegenwart mag unterschiedlich sein, die Art und Weise, wie Gaben des Geistes sich zeigen, verschieden. Doch Seine Gegenwart macht Seine Kirche aus. Und das hat Pfingsten angefangen. Von daher beziehen Christen vom Heiligen Geist die Hoffnung für die Kirche, für ihren Fortbestand in allem, was bedrängt, was schief läuft, was wir Menschen verderben und verpassen. Das Bodenpersonal der Kirchen mag Fehler machen. Der Kern der Kirche bleibt. Doch auch für alle Einheit unter den Kirchen hoffen Christen besonders zu Pfingsten. Denn vor dem Himmel gibt es nur eine Kirche. Der Heilige Geist kam nicht getrennt. Er hat nicht verschiedene Kirchen gegründet. Das taten Menschen. Vor Gott gelten die Mauern nicht, die Menschen für sich bauten. Pfingsten - ein schönes Geburtstagsfest. |
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