Programmheft zum Jubiläum
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Artikel100 Jahre Friedenskirche Madrid, 27. Januar 2009Gottesdienst und Festakt der Dt. Evangelischen Gemeinde MadridpdfZu einem Festgottesdienst anlässlich des 100jährigen Bestehens der Friedenskirche in Madrid hatte die Dt. Ev. Gemeinde eingeladen, den Pfarrer Hannes Bauer leitete.
Bischof Schindehütte von der EKD hielt die Festpredigt. Er wies darauf hin, dass Kaiser Wilhelm II zu seinem 50. Geburtstag sich den Bau dieser Kirche schenkte, die er aus seinem persönlichen Vermögen mit finanzierte. Die Kirche wurde auf Botschaftsgelände erbaut. Dieses enge Verhältnis von Kirche und Staat war der letzte Ausdruck einer Zeit, die mit dem 1. Weltkrieg zu Ende ging und nach dem 2. Weltkrieg endgültig eine neue Orientierung von Staat und Kirche erbrachte. Der Staat lebt von Werten, die er selbst nicht schaffen kann. Dafür stehe die Kirche mit ihrem Fundament und Aufbau an Glauben und Werten zusammen mit anderen gesellschaftlichen Gruppierungen. Sowohl ein enges als auch ein kritisches Verhältnis beschreibe die neue Zuordnung. Um eine solche Erfahrung ginge es auch im Predigttext vom Hauptmann zu Kapernaum Matthäus 8, 5-13. Dieser Fremde hätte so ziemlich alle Grenzen überschritten, die in der damaligen Welt zwischen ihm und dem jüdischen Jesus lagen. Dieser Glaube hätte Entscheidendes bewirkt. Das Verwunderliche wäre zum wirklichen Wunder einer Heilung geworden. Es seien neue Brücken der Menschlichkeit entstanden jenseits aller Vorstellungskraft.
Die anwesenden Vertreter anderer Iberischer Gemeinden aus Bilbao und der Costa del Sol, so wie der Südeuropareferent der EKD, OKR Riedel-Schneider halfen bei der Lesung und den Fürbitten. Anschließend hatte der Botschafter der Bundesrepublik Deutschland Dr. Wolf-Ruthart Born zu einem Empfang der Gäste in die Deutsche Botschaft eingeladen. Festansprachen hielten der Botschafter, Bischof Schindehütte, Pfarrer Bauer und die Präsidentin der Gemeinde Christine Giesen.Pfarrer Bauer wünschte sich für seine Gemeinde auch in Zukunft die Offenheit, Menschen in Madrid Heimat vor Gott und untereinander zu schenken. Die Präsidentin Christine Giesen schloss mit dem Wort, ein Haus werde einmal gebaut, eine Heimat aber jeden Tag. Anschließend stärkten sich alle Anwesenden bei lebhaftem Austausch an leckeren Tapas und Getränken. |